Privater Testbericht: Tamron 18-200mm F/3.5-6.3 Di II VC

Cam im Sunset

Nach langen inneren Kämpfen mit mir selbst ob Fest- oder Telebrennweite habe ich mir Ende letzten Jahres ein Tamron 18-200mm F/3.5-6.3 Di II VC besorgt. Der Preis war doch sehr verlockend und da ich weder Profi bin und mich doch eher in einer Anfangsphase befinde sollte es auch nichts Teureres sein.

Im Folgenden, also nach etwa 8 Monaten Test und Dauernutzen, mein Eindruck zum Objektiv aus Ansicht eines Hobbyfotografen.

Kleine Geschichte vorab hierzu:

Ich bin absolut kein Freund davon mich in Läden beraten zu lassen. Es soll nicht für Alle gelten, aber ich für meinen Teil hatte bislang nur selten gutes Fachpersonal, die es nicht schlussendlich auf das Geld abgesehen hatte. Daher informiere ich mich lieber selbst Online in Testberichten und YouTube Reviews wie Objektive(und auch andere Dinge) abschneiden. Der Endnutzer(Testberichte) ist immer noch die ehrlichste Seele. Auf der anderen Seite versuche ich aber trotzdem die lokalen Geschäfte zu unterstützen und nicht alles Online zu kaufen. Ich rief also einen Fotoladen im nächsten Ort an und fragte, ob er Festbrennweiten und Teleobjektive, wie das Tamron, im Laden hätte um es mir mal „händisch“ anzuschauen….“JA, das Tamron habe ich hier.“

Nichts wie ab nach Feierabend zum Laden….ich war allein…man hat sich Zeit genommen…Zeit um mich immer wieder vom Tamron abzubringen. Acht-malige Fragen zum Preis wurden ignoriert und mir immer wieder versucht andere höher-klassige Objektive aufzudringen. So auch ein Sigma 18-270, welches ich mir bereits online angeschaut habe, es aber in vielen Reviews runtergewertet wurde. Noch nie habe ich so etwas erlebt…wie meine Fragen ignoriert, runtergespielt und merkbar penetrant in eine andere Richtung gelenkt wurden. (Man darf nicht vergessen, ich war wegen dem Tamron da)

Um das 20 minütige Gespräch in eine Richtung zu lenken, welches mein Portemonnaie nicht noch mehr bluten lässt, entschied ich mich zu fragen, ob ich das Tamron mal in die Hand halten zu können….“Ich habe keine Objektive am Lager.“

Danke,….für Nichts!

Jeder muss sehen wo er bleibt, daher kann ich das vertriebliche Denken durchaus verstehen. Die Umsetzung jedoch war unter aller Sau…Kunden anlocken, Technische Daten ablesen(Händlerportal), Fragen ignorieren.

Und leider wieder ein Beispiel dafür, wie man sein Einzelhandelsgeschäft nicht führen sollte. Bzw. nicht aus Kundensicht führen sollte. Vertrieblich betrachtet war es ja korrekt.

Angefressen zu Hause nochmal an den Rechner,.. nochmal verglichen, Infos gezogen und der Entschluss stand tagsdrauf fest:

Ab zum MediaMarkt, in der Glasvitrine gesichtet, Verkäufer mit Schlüssel rangezerrt, ab zur Kasse. Fertig!

Es kann also auch schnell und unkompliziert funktionieren. 😉

und jetzt zum Objektiv:

Technik:

Brennweite 18mm-200mm

Filtergewinde 62mm

Blenden 7 Lamellen

Linsen 16 Elemente

Licht F3.5-6.3

Naheinstellgrenzen 18mm = 0,5m | 35mm = 0,77m | 180mm = 0,49m | 200mm: 0,5m

Gewicht 400g

 

VC (Vibration Compensation) Bildstabilisator

ZoomLock Auffahrschutz des Objektives

Low Dispersion Linse für eine höhere Bildschärfe und Korrektur von chromatischen Aberrationen

 

Ebenso neu, ein leiserer Autofokusmotor, der im Vergleich zum TAMRON AF 70-300mm F/4-5,6 Di LD deutlich leiser und genauer schneller ist.

Und durch die geringe Startbrennweite sparte ich mir mein KIT welches ich verkaufte.

Auch der VR (Bildstabilisator) macht einen guten Job. Besonders merkbar auf hoher Brennweite.

Verarbeitung & Handhabung:

Das doppelte Gewicht im Verhältnis zum KIT merkt man natürlich. Das ganze an der Kamera fühlt sich aber gut an. Es sitzt bombenfest, kein Klackern oder Wackeln. Der Zoomring ist extrabreit und gummiert. Das Zoomen fällt nicht schwer aber auch nicht zu leicht.

Der Autofokus funktioniert GUT bis OK je nach Entferungsunterschied. Kleiner Fokusabweichungen sind aber dennoch möglich. Soll heißen: Immermal wieder kam es bei Horizontaufnahmen zu Fokusierungsschwierigkeiten. Ebenso bei feinen Objekte wusste der Fokus manchmal nicht, was gemeint ist. Eine Kleinigkeit, einfach nochmal neu ansetzen. Bei Momentaufnahmen aber manchmal ärgerlich.

Letzteren Punkt zu kompensieren empfiehlt sich in den Manuellen Modus zu schalten. Für mich ist die Umschaltung  per Schalter am Objektiv noch etwas neu, auch weil der Fokusring sich nicht mehr als eine Viertel(also nicht endlos) drehen lässt. Man muss also stark aufpassen nicht zu viel zu Drehen, sonst wird’s wieder unscharf. Im Verhältnis zum Zoomring ist dieser auch sehr locker. Dennoch empfinde ich dieses Lockere als sogar praktisch, da keine große Bewegung mit Hand oder Finger stattfinden muss und die Hauptkonzentration beim Objekt halten und nicht drehen bleiben kann.

Strom druch die Fensterscheibe
Strom druch die Fensterscheibe
Strom Fensterscheibe
Strom Fensterscheibe

Qualität der Bilder:

Der Bildstabilisator macht einen guten Job. Trotz Haken bei Bewegung. Aber….das ist ja auch nicht sein Zweck. Es soll ja stillgehalten werden. Der am KIT war dennoch besser und softer in der Umsetzung.

Die Bilder sind scharf bei normaler Ansicht. Schaut man auf 100% genauer hin ist im Vergleich zu bsp. meiner festen Brennweite oder meinem damaligen KIT leichte Unschärfe erkennbar. Das klingt jetzt arg schlimm, für den normalsterblichen Hobbyfotografen aber annehmbar, da er die Bilder eh eher im Gesamten betrachtet. Für nen Profi aber mit Sicherheit ein NoGo.

Ebenso entsteht bei hoher Brennweite auch eine schöne Tiefenschärfe, die sich durchaus sehen lassen kann.

Domenik und Stina
Domenik und Stina
L+F Schloss
L+F Schloss
Schutzzaun
Schutzzaun

Persönliches Fazit:

OK!!! Preis – Leistung ist ABSOLUT zu empfehlen. Man darf nicht vergessen, dass es sich hierbei um ein 190€ 18-200 Tele handelt. Das hier Luft nach oben ist, brauch ich nicht erzählen. Fokus könnte etwas besser. Bildstabi hakt. Soll heißen er hält 3 Sekunden inne, dann lässt er los und es empfehlt sich neu zu fokussieren. ABER: Immerhin ist in dieser Preisklasse einer da!

Jedem Privaten Hobbyfotografen würde ich das Teil dennoch in die Hand drücken. Allein schon zum Spaß an der Fotografie und der Möglichkeit weit entfernte Objekte nah ranzuholen ohne arg tief in die Tasche greifen zu müssen. Ein Einsteigerobjektiv eben.

Jeder Profi wird wohl schon beim Titel dieses Beitrages aufgehört haben zu lesen. 🙂 Aber für die existiert dieser Beitrag auch nicht.

 

Weitere Testbilder:

Viele meiner letzten Bilder habe ich damit geschossen. Es ist mittlerweile Hauptobjektiv neben der 50mm Festbrennweite, welche ich ebenfalls mitführe.

Die Brennweite und Kameraeinstellungen stehen bei jedem Bild da.

 

Urlaub am Bodensee

Bayrischer Löwe - Lindauer Leuchtturm

Ich war ne Weile weg…

Geistig auch schon 3 Wochen vor dem eigentlichen

Urlaub.  🙂

Tag 1

Nachdem wir schon des Öfteren unsere Wochenenden am Bodensee verbringen, wollten wir unseren Urlaub auch dorthin verlegen. Nicht lang. Ein paar Tage zum Abschalten. Was eignet sich da nicht besser als der Geruch vom Meer ( Bodensee = Meer für mich ), Geräsuche von Möwen und die Brandung in den Häfen.

Allein die Geräuschkulisse war eines Urlaubs würdig.

Wir nisteten uns nähe Friedrichshafen ein. Auf dem Hinweg am Anreisetag wollten wir aber nicht nur aus dem Fenster schauen. Wir machten einen kurzen Absacker in Meersburg.

Seepromenade Meersburg
Seepromenade Meersburg

Es war früh, der Verkehr ging noch einigermaßen, aber….es war schon jetzt extrem heiß.

Die Stadt selber ist wirklich idyllisch und wunderschön. In einigen Strassen hatte man das Gefühl durch Italien zu laufen. Souvenirstände an jeder Ecke, enge kleine Gassen, direkt am Wasser.

Dort entlang gelaufen kamen wir zu einem Hafenarm auf welchen man bis zur Magischen Säule des Künstlers Peter Lenk gelangt. Eine recht skurrile Säule. Aber von Motiven umkreist.

Rings herum nur Wasser und eine Bank auf der wir einige Zeit trotz Hitze verweilten. Die frische Seeluft kühlte ein wenig und wir konnten entspannt beobachten wie herausragend gut die Kapitäne der Passagierschiffe mit ihren riesen Kahnen umgingen. Es gab vereinzelt Momente an denen ich dachte „Gleich knallts!“. 🙂

Die bekannte Burg selbst haben wir nicht innerlich besichtigt. Ich bin kein großer Fan von Schwertern und rostigen Rüstungen. Der Ausblick außerhalb war viel interessanter.

Aufgebrochen Richtung Parkplatz ließen wir es uns aber nicht nehmen auch kurz die andere Richtung am Wasser entlang zu laufen. Ein kurzer Zwischenstopp noch an einem Eiscafe, erreichten wir die Autofähren, welche im 10 Minutentakt an- und ablegten. 4 Schiffe zählte ich in Sichtweite. Aber auf Strecke nach Konstanz gab es bestimmt noch eins zwei mehr.
Die Tragkraft ist gigantisch. Immer wenn ich glaubte „es geht nix mehr“, schickten die Kontrolleure 2 weitere LKW’s auf die fahrende Strasse.

Tag 2

Tags drauf gleich nach dem Frühstück machten wir uns auf ins Ravensburger Spieleland. Der Sohnemann sollte schließlich auch was von dem Urlaub haben.

So euphorisch wir Vormittags waren so enttäuscht kamen wir Mittags zurück.

  • 31,5€ Eintritt pro Person ( Kinder 27€ oder 29€ )
  • Viele Attraktionen erst ab 2 oder 3 Jahren aufwärts benutzbar. Das Personal achtet da strikt drauf.
  • Die Attraktion, die wir hätte fahren können, waren geschlossen.
  • Es war extrem heiß, es fehlen Schattenplätze Schrägstrich Bäume.
  • Die unzähligen Eis- und Getränkebuden an jeder Ecke waren (ungelogen) ALLE geschlossen!

Alles in allem und aufgrund der Tatsache nicht viel fahren oder machen zu können, haben wir den Park 13 Uhr wieder verlassen. Was auch immer an dem Tag mit dem Personal oder Park los war. Der Eindruck bleibt, besonders bei dem Eintrittsgeld. Am Ärgerlichsten war jedoch, dass der Kleine nicht viel Spaß hatte. 😦

Zurück im Hotel entschlossen wir uns jedoch noch im Hallenbad mit meinem Sohnemann rum zualbern. Wenigstens war der Rest des Tages eine gekühlte Abwechslung.

 

Tag 3

Auf nach Lindau!…

Nur etwa 30 Minuten vom Hotel entfernt liegt Lindau. die kleine Insel am östlichen Teil vom Bodensee wollte ich unbedingt besuchen.

Auf die Insel selbst kann man zwar mit dem Auto fahren, jedoch parkten wir außerhalb auf einem größeren Parkplatz. Ich hatte die Befürchtung, dass der zu dieser frühen Uhrzeit noch recht mäßige Verkehr später in einem Chaos enden wird, auch aufgrund der Umleitung innerorts.

 

So liefen wir über die Brücke rechts entlang durch eine Parkanlage im Kreis um die Insel vorbei an kleinen Anlegestellen, unzähligen Nistplätzen von Enten und dem Bahnhof Richtung Hafen bzw. dem Ziel der Lindau-Tages-Reise – Der Leuchtturm.

Bayrischer Löwe - Lindauer Leuchtturm
Bayrischer Löwe – Lindauer Leuchtturm

Obwohl man eigentlich auf den Turm steigen kann, war er trotz „Geöffnet“ Schild hinter verschlossenen Gittern. Schade.

Dennoch konnten wir am Hafen einige schöne Bilder machen:

 

Über

Tag 4

gibt es nicht so viel zu berichtet. Rückreise!!!

Alles in allem ein kurzer aber eindrucksreicher Urlaub. Trotz mancher Niederschläge und der brütenden Hitze konnte ich doch recht schöne Bilder vor allem auch von der Familie machen.

 

Hier nochmal alle/weitere Bilder des Urlaubes;

Glas, Glas, Glas…

Fenster

In eigentlich jedem Raum befindet es sich, ob in der Wand oder hängend an einer Decke in einem meist kugelförmigen Gerät.
Jeder hat es irgendwo um sich. Zu finden am Handgelenk, in Schränken, im Auto, am Handy…

Glas

Interesannt wo sich Glas überall wiederfinden lässt.

Danbo's Versteck
Danbo’s Versteck

Ich habe daraufhin mal ein paar Objekte in den Fokus genommen, welche bei einem typischen Spaziergang begegnen können und habe sogar Danbo wiedergefunden, der sich in einem ausrangiertem Bus versteckte 🙂

Man beachte wie Glas wirken kann. Schwarz und untransparent, verzerrt und verschoben, milchig, spiegelnd, und wie es zerstört aussieht 🙂